Köpenicks erste Straßenbahn
Die bis 1920 selbständige Stadt Köpenick erhielt am 11. August 1903 ihre erste elektrische Straßenbahn. Zu den 10 Triebwagen im Eröffnungsjahr kamen 1907 weiter 14 Wagen (Tw 24-37) des gleichen Typs hinzu. Nach der Übernahme durch die Berliner Straßenbahn erhielt diese Serie im Jahre 1921 die Nummern 4201-4214. In Köpenick verkehren heute noch zahlreiche Straßenbahnlinien.
Die erste elektrische
Straßenbahn der Welt
Mit diesem Wagen wurde am 16. Mai 1881 die erste elektrische Straßenbahn der Welt eröffnet, gebaut von Werner von Siemens. Streckenlänge 2,45km, Spurweite 1 Meter, Stromzufuhr (140 Volt) durch die Fahrschienen, Motorleistung 5PS. 1889 wurde auf einem neuen Streckenabschnitt der Oberleitungsbetrieb erprobt, wobei die Fahrzeuge den hier abgebildeten Reichel´schen Doppelbügel erhielten. Dieses Prinzip der Stromentnahme hat sich bis heute auf der ganzen Welt bewährt.
Akkumulatorenwagen
1897 in Charlottenburg
Die Berlin-Charlottenburger Straßenbahn, die 1894 aus der Berliner Pferde-Eisenbahn hervorgegangen war, führte am 13. August 1897 auf der Stammstrecke von Charlottenburg bis zum Brandenburger Tor den Betrieb mit Akkumulatorenwagen ein. Die Ladestation für die Batterien befand sich in der Spreestraße; eine Ladung sollte für 150 km Fahrstrecke ausreichen. Der Triebwagen Tw221 gehörte zur Serie 201-229, die 1897 von der Waggonfabrik Dessau geliefert worden war. Die elektrische Ausrüstung stammte von Siemens & Halske, die Batterien von den Watt Akkumulatoren-Werken Berlin. Der Akkubetrieb bewährte sich jedoch nicht und wurde im Jahre 1900 wieder aufgegeben; die Wagen wurden bis 1907 für Oberleitungsbetrieb umgebaut.