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Bahnen und Busse - Top-List

Der Berliner Nahverkehr ab 1900 - Bilder und Texte aus der Kunstbeilage des Tagesspiegels von W. Kruse
Inhalt:

U-Bahn
U-Bahn Chronik
Strassenbahn
Busse


Die erste U-Bahn in Berlin
Die erste U-Bahn in Berlin

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Am 18. Februar 1902 eröffnete die "Gesellschaft für elektrische Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin" den Verkehr auf ihrer ersten Strecke zwischen Stralauer Tor und Potsdamer Platz. Der Bau der Bahn war von Siemens & Halske am 10. September 1896 begonnen worden. Noch im Eröffnungsjahr wurden Verlängerungen bis Warschauer Brücke und Knie in Betrieb genommen.
Der Wagenpark umfasste 56 Trieb- und 27 Beiwagen.
Der Siemens Hilfswagen 1914
Siemens Hilfswagen 1914

Für die stadteigene Nord-Süd-Bahn, mit deren Bau im Zuge der Friedrichstraße die Siemens- Bauunion am 2. Dezember 1912 begonnen hatte, lieferte die Waggonfabrik Linke-Hofmann in Breslau im Jahre 1914 den Probewagen Nr.11, der noch der ursprünglichen Planung gemäß mit einem Dach-Stromabnehmer ausgerüstet war. Er erhielt später als Hilfsgerätewagen die Nr. 1007 und war bis 1969 vorhanden.
Der A1 Stahlwagen 1914
A1 Stahlwagen 1926

Die ersten Stahlwagen für die Hoch- und Untergrundbahn wurden 1924 beschafft. Der Triebwagen 29 (II) vom Typ A1 der 18. Lieferung ist 1926 bei Christoph & Unmack in Niesky (Oberlausitz) gebaut worden und war bis 31. Dezember 1968 in Betrieb.
Die Baureihe C geht 1945 nach Moskau
Die Baureihe C geht 1945
nach Moskau

Im September 1945 kamen 120 Wagen des Typs C zur Moskauer Metro. Dort wurden sie auf russische Breitspur (1524mm) umgespurt und erhielten als Typ W (dritter Buchstabe im russischen Alphabet) später den blauen Anstrich. Sie waren bis 1965 im Einsatz





Der Kaiserwagen
Berliner U-Bahn "Kaiserwagen"

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Der sogenannte "Kaiserwagen" war als erster Probewagen für die Hoch- und Untergrundbahn bereits 1899 von der Waggonfabrik van der Zypen & Charlier in Köln gebaut worden. In ihm fuhr Kaiser Wilhelm II. am 16. März 1908 vom Leipziger Platz bis Reichskanzlerplatz und eröffnete damit die Strecke nach Westend. Später fand er als Arbeitswagen (Bereisungswagen) Verwendung.
Baureihe B1 Grossprofil TUNNELEULE
Typ B1 Großprofil "Tunneleule"

Die Nord-Süd-Bahn begann ihren Betrieb am 30. Januar 1923 auf der ersten Großprofilstrecke Hallesches Tor - Stettiner Bahnhof (am 8. März 1923 verlängert bis Seestraße; die spätere Linie C) mit 48 umgebauten Hochbahn- Kleinprofilwagen. Erst 1924 erhielt sie eigene Wagen, die wegen ihrer ovalen Stirnfenster "Tunneleulen" genannt wurden.
Der Triebwagen 75 der 3. Lieferung wurde 1925/26 bei Fuchs in Heidelberg gebaut und am 13. Februar 1968 ausgemustert. Der letzte Zug dieses Typs B 1 fuhr am 2. Juni 1969 auf der Nordsüdstrecke, der heutigen Linie 6.
Baureihe A2 AMANULLAH
A2 "Amanullah" 1928

Der sogenannte "Amanullah" - Wagen vom Typ A2 (96 Triebwagen und 96 Beiwagen in 2 Lieferungen) waren gegenüber allen vorangegangenen Modellen eine Neuentwicklung. Tw. 349 wurde 1928 von der Waggonfabrik Wismar gebaut (19. Lieferung) und vom 8.11.1963 bis 24.1.1964 für den Einmannbetrieb umgebaut, wobei er sein jetziges Aussehen erhielt. Die Bezeichnung "Amanullah" - Wagen bezog sich auf den König von Afganistan, der zu jener Zeit Berlin besuchte.
Baureihe EIII in Ost-Berlin 1963
Die Baureihe E3 in
Ost-Berlin 1963

Als Ersatz für die fehlenden Großprofilwagen auf der Linie E begann man ab 1. Oktober 1962 im Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide alte S-Bahnwagen für den U-Bahnbetrieb umzubauen. Der erste Zug dieses Typs E III wurde am 1. April 1963 dem Verkehr übergeben. Der Tw 1410 ist aus dem 1925 gebauten S-Bahnwagen ET 168 009 entstanden. Mit der Einführung der EDV-Nummern Ende 1970 erhielt er die Bezeichnung 101 002-1. Es sind 36 Trieb- und 36 Beiwagen vorhanden gewesen.
Der Triebwagen der Firma M.A.N.
Triebwagen der Firma M.A.N.

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Schöneberg erhielt am 1. Dezember 1910 als "5. Stadt in Europa" nach Berlin eine eigene elektrische U-Bahn. Es war die 2,74 km lange Strecke von Nollendorfplatz bis Hauptstraße, Innsbrucker Platz; die heutige U4. Die Bahn, von Siemens & Halske erbaut, begann mit 12 von M.A.N. gelieferten Triebwagen II. und III. Klasse.
Am 10. Juli 1926 ging die Bahn in der Berliner Hochbahngesellschaft auf; die Wagen der 1. Lieferung erhielten die Nummern 358-369.
8 Fahrzeuge blieben bis 1965 auf den westlichen Strecken im Einsatz, die übrigen 4 verkehrten bis 1970 auf dem Nordzweig der Linie A nach Pankow.
Der U-Bahn Probewagen 1927
U-Bahn Probewagen 1927

Als zweite Großprofillinie wurde ab 1913 von der AEG die Schnellbahn Gesundbrunnen - Neukölln (GN- Bahn; heute Linie 8) gebaut und in Etappen zwischen 17. Juli 1927 und 18. April 1930 eröffnet. Die beiden von der Kölner Waggonfabrik van der Zypen & Charlier im Jahre 1916 hierfür gebauten Probewagen fuhren jedoch nie auf dieser Strecke, sondern wurden im Mai 1921 von der Reichsbahn für die Vorortstrecke Potsdamer Ringbahnhof - Groß- Lichterfelde- Ost übernommen.
ROT für Raucher - Baureihe C 1927
"Rot" für Raucher
Die Baureihe C 1927

Die größten U-Bahnwagen mit 18 m Länge waren die Großprofilwagen der Typenreihe C, von denen zwischen 1927 und 1931 für die Linien D und E 171 Stück beschafft wurden. Der Triebwagen 576 wurde 1930 von der Waggonfabrik Wegmann & Co in Kassel gebaut und erhielt ab 27. November 1957 die Nummer 1326, unter der er bis 28. Februar 1971 regelmäßig im Einsatz war. Anfangs waren die Wagen für Raucher rot gestrichen. Nach dem 2. Weltkrieg waren noch 48 Triebwagen dieses Typs in Berlin vorhanden.
Die DORA-Züge / Baureihe D 1971
Im Volksmund "Dora" Züge
Baureihe D 1971

Doppeltriebwageneinheit 2431/ 2430 vom Typ DL70, gebaut 1971 von Orenstein & Koppel in Berlin Spandau. Mit 202 Fahrzeugen in Leichtmetallbauweise für die Großprofilstrecken (Nr.2230-2431, seit 1966) und weiteren 230 Wagen in Stahlleichtbau (Nr.2000-2229, von 1956 bis 1965) - Höchst-geschwindigkeit 70 km/h - besitzt die U-Bahn einen sehr modernen leistungsfähigen Wagenpark.
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